15.01.2012

Heilerziehungspfleger/-in in der Gemeinnützigen Diakoniegesellschaft Hermannswerder mbH

Vor Ort

Hallo liebe Leserinnen und Leser

Ich heiße Mishale, bin 15 Jahre alt und gehe in die 9. Klasse der Oberschule Löwenberg. Ich habe mit meinem Team Karla Kolumna 3 drei verschiedene Berufsfelder kennengelernt, wo wir auch Interviews durchgeführt haben. Ich stelle euch jetzt mein Team Karla Kolumna vor. Unser Team war von Anfang an schon geplant, weil meine anderen beiden Partner sehr gute Freunde von mir sind. Nicht nur in der Schule, sondern auch außerhalb also privat. Wir haben uns den Teamnamen aus dem Grund ausgesucht, weil wir an Karla Kolumna denken mussten, nachdem wir gehört haben, dass wir wie Reporter durch Potsdam laufen und Interviews durchführen sollen.

Dieses Projekt Praxis-Trio haben wir im WAT Unterricht kennengerlernt. Es durften sich Schüler melden, die sich für so eine Aktion interessieren, und da waren wir auch dabei. In dieser Rolle haben wir eine Menge über das Leben als Reporter kennengerlernt. Beim Praxis-Trio sind wir dann durch 3 verschiedene Berufsgruppen gewandert: Handwerk, Soziales und Dienstleistung.

Team Karla Kolumna 3

Unser Ablauf in Potsdam war locker und gut vorbereitet durch Ben, Sven und Andreas – das Praxis-Trio– Team. Sie haben uns alles gegeben, damit wir uns dort gut zurechtfinden und alle Punkte erreichen. Wir wurden mit einem Bus, der gemietet wurde, von unserer Schule abgeholt und wurden dann nach Potsdam gefahren. Als wir dort in Potsdam ankamen, hat der Busfahrer mit uns noch eine kleine Stadtrundfahrt gemacht und uns in Potsdam viele schöne Sachen gezeigt. Wir haben viele Informationen über die Sehenswürdigkeiten erhalten.

Als wir uns am Treffpunkt getroffen haben, haben uns Sven und Ben noch viel Glück gewünscht. Dann ging es los zu den Bussen und schon waren wir auf uns alleine gestellt. Wir hatten Angst, aber haben es durchgezogen und im Nachhinein dachten wir uns: „Hej, das war ja nicht mal schlimm“. Und so ging es dann zum zweiten Betrieb und dann auch noch zum Letzten. Es war lustig und hat uns sehr viel Spaß gemacht, doch beim letzten Betrieb sind wir ein wenig zu spät gekommen. Wir kannten uns dort gar nicht aus, bis uns ein Mann geholfen hatte. Wir wollten schon Ben und Sven um Hilfe bitten. Doch wir haben es geschafft und wir waren auch sehr stolz darauf. Der Betriebsbesuch war sehr aufregend und spannend.

Ich war bei der Gemeinnützige Diakoniegesellschaft Hermannswerder (GDH), in der Behindertenhilfe. Die Einrichtung liegt auf der Halbinsel Hermannswerder in Potsdam. Die GDH wurde 2004 gegründet wurde, aber schon seit 1984 gibt es auf der Halbinsel eine Einrichtung für Behindertenhilfe. Ich habe Herrn Dirk Obenaus interviewt, er ist in der Heilerziehungspflege der Einrichtungsleiter. Sein Traumjob war in der DDR -Zeit Unterstufenlehrer, was aus politischen Gründen dann nicht mehr möglich war. Doch dann ist er in der Behindertenhilfe gelandet, worüber er sehr dankbar ist und im Nachhinein denkt er sich jetzt: „Ja, es ist mein Traumjob.“

Unser Gesprächspartner

Es gibt in dem Bereich auch Ausbildungsplätze, wenn man schon in dem Grundberuf ausgebildet wurde z.B. Erzieher. Der persönliche Tagesablauf von Herrn Obenaus ist, dass er in der Regel um 7.00 Uhr anfängt zu arbeiten. Da er der Leiter ist, sind seine Aufgaben die Büroarbeit, zu Versammlungen fahren, Sachen organisieren, mit Mitarbeitern sprechen, zur Verwaltung fahren und Dinge regeln. Um 18.00 Uhr ist er spätestens zu Hause. Seine Tätigkeit ist körperlich nicht anstrengend, aber für seine Mitarbeiter, die körperlich aktiv in der Behindertenhilfe arbeiten, schon. In den 4 Bereichen von Herrn Obenaus sind ca. 70 Mitarbeiter, mit denen er gut klar kommt. Man muss auf jeden Fall die Oberschulreife haben, um so eine Ausbildung machen zu können. Was das schönste Erlebnis in seinem Beruf war, kann Herrn Obenaus nicht genau sagen, da er schon zu viele schöne Erlebnisse hatte. Als er früher selbst in Gruppendienst gearbeitet hat, ist er sehr gerne mit den Leuten weggefahren und hat auch sehr gerne mit ihnen Urlaub gemacht. Das waren für ihn immer sehr schöne Erlebnisse.

Der Name Gemeinnützige Diakoniegesellschaft Hermannswerder ist zu lang und deshalb suchen sie schon nach einem neuen Namen. Doch als sie gegründet wurde, wussten sie noch keinen anderen Namen, weil das nicht so einfach war.

Mein 5 Sinne Protokoll hat folgendes ergeben:

Was kannst du sehen? Einen freundlichen Mann, ein großes Gelände mit mehreren Bereichen, Pflegepersonen waren zu sehen, alles sehr schön eingerichtet.

Was kannst du hören? Es waren Leute zu hören, die im Behindertenheim wohnen und arbeiten, eine Tür die zuknallt.

Was kannst du riechen? Der Duft war sehr angenehm sauber, roch nach Krankenhaus, in dem Raum, wo wir das Interview durchgeführt haben, roch es auch angenehm und war sehr sauber

Was kannst du fühlen? Ich habe Aufregung gespürt, eine Visitenkarte die uns Herr Obenaus gegeben hat, und einen kleinen Windzug im Gesicht.

Was kannst du schmecken?

 

Noch einige Infos zum Beruf Heilerziehungspfleger/in

Als Heilerziehungspfleger/in begleitest und unterstützt du Menschen mit einer Behinderung. Man sollte die Behinderung der Leute berücksichtigen. Man sollte sie motivieren z.B. beim Malen, Musizieren oder Schwimmen. Als Heilerziehungspfleger/in musst du auch bei Dingen helfen z.B. Körperpflege, Nahrungsaufnahme und An-und Auskleidung.

Ein/e Heilerziehungspfleger/in arbeitet hauptsächlich in Tagesstätten oder Wohn- und Pflegeheimen, in Kliniken, an Förderschulen und im Kindergarten. Es kommt auch sehr darauf an, dass man Verantwortungsbewusstsein hat. Sorgfalt, Einfühlungsvermögen, Kenntnisse im musisch-künstlerischen Bereich und in der Psychologie sind ebenfalls wichtig.

So Leute, das war’s dann schon mit meinem Erlebnisbericht. Ich hoffe, es hat euch gefallen!

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